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Illustrated Classics [NLD] comic-katalog

402 Einträge

Illustrated Classics ist eine Reihe von Comicstrips, die von 1956 bis 1976 von Classics Netherlands veröffentlicht wurden. Die Serie umfasst übersetzte Versionen der American Classics Illustrated, in denen klassische Weltliteratur anhand eines Comicstrips erzählt wurde.  Lesen Sie mehr

Illustrated Classics [NLD]

Illustrated Classics

Illustrated Classics ist eine Comic-Reihe, die von 1956 bis 1976 von Classics Netherlands herausgegeben wurde. Die Reihe enthielt Übersetzungen der amerikanischen Reihe Classics Illustrated, die klassische Geschichten der Weltliteratur als Comicstrips erzählte. Insgesamt erschienen 214 Ausgaben, von denen einige mehrfach nachgedruckt wurden.

Im Jahr 1956 erschien auf dem niederländischen Comicmarkt eine neue Reihe unter dem melodischen, wenn auch nicht niederländischen, Titel Illustrated Classics.
Die Neuheit dieser Serie bestand nicht nur darin, dass die erste Ausgabe erschien.
aber insbesondere in Form dieses ersten Liedes.

Bis dahin gab es in den Niederlanden Comicmagazine mit wöchentlich wiederkehrenden Fortsetzungsgeschichten über verschiedene Charaktere oder mit wöchentlichen Kurzgeschichten über dieselben Hauptfiguren.
und darüber hinaus die Alben mit kompletten Geschichten aus erfolgreichen Comicserien.
Die illustrierten Klassiker erschienen jedoch in der Form, die den amerikanischen Comics entsprach:
ein Booklet, das kleiner als die normalen Alben war und keinen festen Einband hatte.
In dieser Reihe wurde alle zwei Wochen eine neue, abgeschlossene Geschichte mit ständig wechselnden Charakteren veröffentlicht.
Für diese Form des Comicstrips gibt es (noch) kein niederländisches Wort.
Der amerikanische Begriff „Comics“ wird üblicherweise von Fans des Genres verwendet.
oder unter dem Sammelbegriff Klassiker, weil der Verlag Classics die meisten dieser Bücher auf den niederländischen Markt brachte und die Reihe Illustrated Classics der erste Vertreter dieser damals neuen Form war.

Die Einführung einer neuen, zweiwöchentlich erscheinenden Comicreihe im Jahr 1956 war ein gewagtes Unterfangen, auch weil Comics damals noch weithin als höchst anrüchig galten. Daher musste sich der Verlag im Vorfeld gegen mögliche Kritik besorgter Eltern an seinem Produkt absichern.
Bei Illustrated Classics wurde diese Absicherung auf entschiedene Weise vorgenommen, zum Teil, weil der Verleger der Überzeugung war, dass der Inhalt seiner Broschüren ein starkes Argument enthielt.
Auf der Innenseite des Umschlags der ersten Ausgaben befand sich eine Einführungsrede eines gewissen Clarence Day, der über die Köpfe der Erzieher hinweg zu ihnen sprach, unter anderem mit folgenden Worten:
'(…) Mit vielen farbenfrohen Illustrationen will diese Publikation Millionen junger Menschen (aber auch ältere!) ansprechen.
Menschen auf der ganzen Welt, die sonst vielleicht nie den Weg zum Originalwerk finden würden, etwas von der Schönheit der großen Werke zu vermitteln.
Alle Illustrationen geben die Atmosphäre und Realität des Originals so genau wie möglich wieder.
Obwohl Sie in diesem Buch einen Großteil des Originaltextes finden, hoffen wir, dass die Lektüre dieser Ausgabe in Ihnen den Wunsch weckt, das Werk selbst zu lesen. (…)
Deshalb diese Ausgabe – in einer Form, die bei zig Millionen Menschen beliebt ist,
wird aber meist missbraucht – erfüllt aber seinen Zweck: ein klarer Wegweiser und ein attraktiver Hinweis auf das Land der großen Literatur zu sein. (…)'.

Ein äußerst beruhigendes Gespräch, wenn auch mit fragwürdigem Inhalt, das die verachtete Stellung des Mediums Comic zu jener Zeit deutlich offenbart.
Weil Comicstrips so verdächtig waren, insbesondere in Bildungskreisen, musste man bei der Veröffentlichung einer Publikation, die eine Adaption der Weltliteratur enthielt, zumindest den Bereich beschwichtigen, der sich professionell damit befasst, d. h. die Bildung.
Dieses Vorgespräch war damit noch nicht beendet.
Am Ende der ersten Klassiker setzte die Bewegung ihren Widerstand gegen das Medium Comic unvermindert fort.
in einem Aufruf zum Aufbau einer Bibliothek illustrierter Klassiker:
„Die Klassiker erreichen jeden Monat dreiviertel Millionen Leser in England und Amerika.“
wo sie die schlechten Graphic Novels zunehmend verdrängen – sogar fünf Millionen!
In vielen Schulen in England und Amerika dürfen Schüler nur Graphic Novels der Reihe „Classics Illustrated“ besitzen.
Ab Teil 11 wurde Days Einleitung weggelassen, der Ersatztext war aber ebenfalls recht beeindruckend:
(…) Spannung, Emotionen und Nervenkitzel! Ja, aber dennoch sind die Graphic Novels von Illustrated Classics gesunde, intensive und erfrischende Lektüre!
Sie haben die schlechten und trivialen Graphic Novels erfolgreich verdrängt. (…)'.

Das Konzept der illustrierten Klassiker lässt sich auch aus diesen Zitaten deutlich ablesen, falls der Name nicht schon selbsterklärend ist.
Es handelt sich um Adaptionen großer Meisterwerke der Weltliteratur, die einem jungen Publikum durch ein leicht verständliches Medium zugänglich gemacht werden.

Gerard Roord (1930–2008), Verleger der illustrierten Klassiker in den Niederlanden, erinnert sich:
Jahrelang schrieb ich auf die Rückseite jeder Ausgabe der „Illustrated Classics“: „Hat dir diese Geschichte gefallen? Dann leih dir das richtige Buch in deiner Bibliothek aus!“ Wir bekamen Briefe von Kindern, die uns mitteilten, dass das Buch in der Bibliothek nicht verfügbar war. Später ließ ich diesen Satz einfach weg.

In der Reihe „Klassiker“ begegnen wir illustren Namen wie Shakespeare, Homer, Alexandre Dumas, Friedrich Schiller, Émile Zola, Charles Dickens und Oscar Wilde, James Fenimore Cooper, H. G. Wells, Jules Verne, Henry Rider Haggard, aber auch Emerson Hough, Francis Parkman, Charles Hawes, Francis Bret Harte und Ann Stephans.
Bei diesen letztgenannten Autoren handelt es sich ausschließlich um Amerikaner, und die Präsenz ihrer Werke in den Illustrated Classics erklärt sich dadurch, dass die ersten 139 Bände der Dutch Classics Übersetzungen der amerikanischen Reihe Classics Illustrated sind.
Die Initiative für diese amerikanische Serie ging von Albert Kanter aus, einem russischen Emigranten – Kanter war sehr besorgt, weil seine Kinder nur Comics und keine ernsthafte Literatur lasen.
Deshalb suchte er nach einem Kompromiss und fand ihn in der Literatur in Form von Comics.
Im Jahr 1941 erschien der erste Classic Comic des Verlags Gilberton;
„Die drei Musketiere“, gezeichnet von Malcolm Kildale.

Während des Zweiten Weltkriegs erschienen die Classic Comics, die 1947 in Classics Illustrated umbenannt wurden, weil dieser Name treffender war, aufgrund der herrschenden Papierknappheit eher unregelmäßig.
Nach dem Krieg erschien die Zeitschrift „Classics“ im Allgemeinen monatlich.
Bis 1951 war der Umschlag mit einer Strichzeichnung im gleichen Stil wie der Comicstrip verziert.
Ab Nummer 81 wechselte der Verlag jedoch zu bemalten Umschlägen, die in der Regel wenig Ähnlichkeit mit dem Inhalt aufwiesen.
Alle Ausgaben vor 1981 erhielten bei Neuauflagen ebenfalls Umschläge im neuen Stil.
zumindest jene Episoden, die als abdruckwürdig erachtet wurden:
Elf ältere Nummern wurden mangels Erfolg nicht verlängert.
Fünf dieser Bücher erschienen jedoch auch in niederländischer Sprache (Nummern 53, 94, 104, 108 und 109).

Mitte der fünfziger Jahre begann der Niedergang der Classics Illustrated allmählich.
und eine Reihe von Teilen waren nicht mehr ab Lager verfügbar.
Im gleichen Zeitraum begann Verleger Gilberton, seinen Tätigkeitsbereich zu erweitern.
1953 erschien die erste Ausgabe von Classics Illustrated Junior (Märchen in Bildern).
1956 erschienen die ersten Classics Special Issues (Special Edition) und 1958 die erste World Around Us (World in Pictures).
Trotz dieser Marktexpansion geriet Gilberton in finanzielle Schwierigkeiten, was dazu führte, dass die Reihe Classics Illustrated im Jahr 1962 eingestellt wurde; die letzte Ausgabe war Band 167: Faust.
Allerdings waren in den 1960er Jahren noch etwa 140 Titel für einen Nachdruck erhältlich.
Und an dieser Situation änderte sich nichts, als Gilberton die Klassiker an den Verlag Twin Circle verkaufte.
der anschließend über hundert Titel neu auflegte und 1969 sogar zwei neue Bände veröffentlichte, 168: In Freedom's Cause und 169: Negro Americans.
Vielleicht lagen diese Geschichten schon seit Jahren im Regal, denn „In Freedom's Cause“ war bereits in Ausgabe 167 im Jahr 1962 angekündigt worden.
1972 wurden die Nachdrucke aufgrund der anhaltend sinkenden Verkaufszahlen eingestellt.
Anschließend wurde der vorhandene Lagerbestand nach und nach abverkauft.
Und das bedeutete das endgültige Ende von American Classics Illustrated.

In den Niederlanden und den skandinavischen Ländern überlebten die Klassiker ihr amerikanisches Vorbild um mehrere Jahre.
Diese Länder weisen die längsten Siegesserien auf:
In den Niederlanden gibt es 214 Teile, das sind deutlich mehr als die 169 in den Vereinigten Staaten.

Als die Reihe „Dutch Classics“ startete, waren in den Vereinigten Staaten bereits über 130 Episoden erschienen, sodass für die niederländischen Serien eine große Auswahl an Optionen zur Verfügung stand.
Allerdings lässt sich in der Reihenfolge, in der diese Auswahl getroffen wurde, keine große Konsistenz feststellen.
Mit Alice im Wunderland anzufangen war nicht die naheliegendste Wahl.
Vielleicht lag Alices Wahl an der persönlichen Vorliebe eines Lektors, oder vielleicht war das Buch in den Niederlanden in den 1950er Jahren extrem beliebt.
Jules Verne wurde als zweiter Autor gewählt, und das ist durchaus verständlich, insbesondere wenn man ein junges Publikum anvisiert.

Doch dann kommt Ann Stephans daher, eine amerikanische Groschenromanautorin aus dem 19. Jahrhundert, die Wildwest-Werke am Fließband produzierte.
Die Folgen 12, 15 und 27 stammen ebenfalls von ihr.
Wenn man schon von Meisterwerken der Literatur spricht... Aber die Leute dachten wohl, dass Wildwestgeschichten bei einem jungen Publikum ähnlich Anklang finden wie das Wort Gottes bei einem Älteren.

Nach diesem Trio kommt Shakespeare, gefolgt von Wells, Schiller und Homer, dazwischen immer wieder weniger bedeutende Autoren wie der mir unbekannte John Bakeless (ebenfalls eine Wildwest-Geschichte) und Frank Buck.
ein Tierfänger, der seine Erlebnisse autobiografisch niederschrieb
und erscheint noch zweimal in den Klassikern.
Danach wird die Auswahl klarer und einige wirklich bedeutende literarische Persönlichkeiten werden besprochen.
obwohl sich unter ihnen verhältnismäßig viele amerikanische Schriftsteller von etwas geringerem Kaliber befinden.
Für eine amerikanische Serie kann das aber kaum als unverständlich bezeichnet werden.
Die Reihenfolge, in der die niederländischen Klassiker ursprünglich erschienen, steht in keinem logischen Verhältnis zu der Reihenfolge, in der sie in den Vereinigten Staaten erschienen.
Einige Titel wurden willkürlich ausgewählt, wobei die früheste Periode ausgeklammert wurde.
zu Teil 17: Moby Dick (VS 5) und 19: Huckleberry Finn (VS 19).
Das dürfte kein Zufall sein, denn beide Teile wurden kurz vor ihrem Erscheinen in den Niederlanden in Amerika neu gezeichnet.
Es ist seltsam, dass der Zwischenteil 18: Prinz und Betteljunge,
die 1946 in den Vereinigten Staaten als Nummer 29 erschien und in der alten Zeichenfassung veröffentlicht wurde.

Neu gezeichnete Fassungen der ältesten Teile erscheinen regelmäßig in der niederländischen Reihe, wie zum Beispiel In London und Paris (VS 6), Robinson Crusoe (VS 20), Ivanhoe (VS 2).
Der Graf von Monte Christo (VS 3) und Robin Hood (VS 7), daher ist die Annahme gerechtfertigt, dass diese Teile im Hinblick auf die europäische Verbreitung neu gezeichnet wurden.
Die Auswahl aus dem amerikanischen Bestand weist wenig Konstanz auf.
außer dass man allmählich beginnt, die neu erschienenen Bände in den Vereinigten Staaten mit einiger Distanz zu verfolgen, während man zwischendurch zufällige Auswahlen aus den älteren Werken trifft.
Ab der niederländischen Folge 93 lässt sich ein klareres Muster erkennen: Jeder dritte oder vierte Teil besteht aus einer Folge, die kürzlich in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde.
wobei in der Regel dieselbe Reihenfolge beibehalten wird.

Folge 140 ist der erste Teil der niederländischen Serie, der nicht aus Amerika stammt.
aber aus England.
Die englischen Episoden werden bis einschließlich Teil 150 fortgesetzt, dazwischen folgen noch zwei weitere amerikanische Episoden, danach verlieren wir jedoch weitgehend den Überblick.
Die Teile 151 und 153 stammen noch aus den Vereinigten Staaten, die Teile 155, 157, 158 und 159 wahrscheinlich aus England, aber die Ursprünge aller späteren Teile sind ebenso geheimnisumwoben wie die Identität ihrer Illustratoren und in vielen Fällen auch der ursprünglichen Autoren, auf deren Werken diese Klassiker basieren.
Weil dazu überhaupt keine Informationen mehr bereitgestellt werden. Im ersten Teil der Reihe war der Name des Autors fast immer ordentlich auf dem Cover abgebildet, und eine kurze Biografie des Autors wurde auf der Rückseite veröffentlicht.
Ab Nummer 156 geschieht dies, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr.
Auch die Anrufe, die früher fast immer am Ende der Geschichte erfolgten, um sofort an die ursprüngliche Arbeit anzuknüpfen, gehören der Vergangenheit an.
Anfangs wurde dieser Aufruf noch nach einem festen Schema formuliert, aber ab Nummer 114 wurde ihm regelmäßig mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Im Mittelpunkt des Aufrufs stand das jeweilige literarische Meisterwerk. Dabei wurden der Originaltitel, das Erscheinungsdatum und der Verlag der aktuellsten niederländischen Übersetzung genannt; falls keine niederländische Übersetzung existierte, wurde dies ebenfalls mitgeteilt, und zwar mit kaum verhohlenem Bedauern.
Doch auch dieser Service wurde in Folge 155 eingestellt, und danach war der Leser völlig auf sich allein gestellt.

Damit verschwand der ursprüngliche Zweck – der pädagogische Ansatz – aus den illustrierten Klassikern, die sich fortan kaum noch von anderen Veröffentlichungen von Classics Nederland BV unterschieden. Die Illustrationen wirkten zunehmend unmotiviert, und die Auswahl der Geschichten wurde fragwürdig.
Doch kurz vor dem endgültigen Ende der Reihe gibt es noch einen letzten Hoffnungsschimmer: In den letzten Bänden taucht plötzlich wieder der Name des Autors auf, und plötzlich sind Größen wie Gogol und Homer wieder unter ihnen.
Dieser letzte Moment der Selbstreflexion war jedoch vergebens.
Anfang 1976 erschien 214: Erik Vuuroog, eine Adaption eines Buches von H. Rider Haggard, und damit wurde die Reihe Illustrated Classics, die einst darauf abzielte, die niederländische Jugend mithilfe eines verachteten Mediums für bessere Bücher zu gewinnen, endgültig begraben.
Eine richtige Entscheidung, denn die letzten rund fünfzig Bände enthielten kaum noch Inhalt und konnten ihren Kollegen aus der Blütezeit der Klassischen Altertumswissenschaften nicht das Wasser reichen.
Es war ganz offensichtlich, dass die Serie sich selbst überlebt hatte.

Schon vor dem offiziellen Start der Reihe „Illustrated Classics“ im Jahr 1956 waren in den Niederlanden mehrere Geschichten aus der amerikanischen Reihe erschienen.
Zum Beispiel veröffentlichte das Magazin Doe Mee in den Jahren 1948 und 1949 Oliver Twist (in der Originalfassung von Classics Illustrated 23) in Fortsetzungen, während Don Quichotte (in der gleichen Fassung wie in Illustrated Classics 112) und Tom Sawyer (in der Originalfassung von Rubano) aufgrund der Einstellung von Doe Mee eingestellt werden mussten.
Um 1951 veröffentlichte der Verlag De Spaarnestad die Geschichte „Der letzte Mohikaner“ in Buchform, und zwar in der alten Fassung von Ray Ramsay aus dem Jahr 1942.
Das Besondere an dieser Ausgabe ist die Coverillustration von Frans Piët.

Zweimal, in den Jahren 1957 und 1958, unternahmen die Illustrated Classics den Versuch, in den Schulen Fuß zu fassen.
Zu diesem Zweck wurden die Bände 18 und 19 kostenlos an Schulen verteilt. Auf der Rückseite war ein neuer Text aufgeklebt, der sich entschieden gegen die „wertlosen Graphic Novels“ aussprach und den kulturellen Wert der Klassiker verteidigte.

HRN = Höchste Nachbestellnummer, die höchste Nummer, die auf der Rückseite von Broschüren für noch erhältliche oder bereits erschienene Bände angegeben ist. Diese Bezeichnung wird nur für Nachdrucke verwendet.

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Illustrated Classics is een serie stripverhalen, die werd uitgegeven door Classics Nederland van 1956 t/m 1976. De serie omvat vertaalde versies van de Amerikaanse serie Classics Illustrated, waarin klassieke verhalen uit de wereldliteratuur werden verteld in de vorm van een strip. In totaal werden 214 nummers uitgebracht, waarvan diverse in meerdere drukken.

In 1956 verscheen een nieuwe serie op de Nederlandse stripmarkt onder de welluidende, hoewel on-Nederlandse titel Illustrated Classics.

Het nieuwe van deze reeks lag niet alleen in het feit dat het eerste nummer ervan verscheen,

maar vooral in de vorm van dat eerste nummer.

In Nederland kende men tot die tijd stripbladen, met wekelijks terugkerende vervolgverhalen van wisselende figuren of met wekelijks korte verhalen van telkens dezelfde hoofdrolspelers,

en daarnaast de albums met volledige verhalen van succesrijke stripseries.

De vorm waarin de Illustrated Classics verschenen was echter die van de Amerikaanse comics:

een boekje dat kleiner was dan de normale albums, zonder harde kaft,

waarin elke twee weken een nieuw afgerond verhaal werd gepubliceerd van telkens wisselende personages.

Een Nederlands woord voor deze stripvorm bestaat (nog) niet.

Meestal wordt door liefhebbers van het genre de Amerikaanse term comics gebruikt,

of de verzamelnaam classics, omdat uitgeverij Classics de meeste van deze boekjes op de Nederlandse markt heeft gebracht en de serie Illustrated Classics de eerste vertegenwoordiger van deze toen nog nieuwe vorm was.

Het opzetten van een nieuwe stripserie met een tweewekelijkse frequentie was in 1956 een gedurfde onderneming, mede omdat het medium strip toen nog in brede kringen als hoogst verdacht gold. Daarom moest de uitgever zich bij voorbaat indekken tegen een mogelijk kritische benadering van zijn product door verontruste ouders.

Bij Illustrated Classics gebeurde dat indekken op doortastende wijze, ook al omdat de uitgever een sterk argument meende te hebben in de inhoud van zijn boekjes.

Op de binnenzijde van het omslag verscheen in de eerste afleveringen een inleidend praatje van een zekere Clarence Day, die zich over de hoofden van de kinderen richtte tot hun opvoeders, in onder andere de volgende bewoordingen:

'(…) Met vele kleurige illustraties wil deze uitgave het de miljoenen jongeren (maar ook ouderen!)

over de gehele wereld, die anders misschien nooit de weg naar het oorspronkelijke werk zouden vinden, iets bijbrengen van de schoonheid der grote werken.

Alle illustraties geven een zo nauwkeurig mogelijk beeld van de sfeer en de werkelijkheid van het origineel.

Hoewel u veel van de oorspronkelijke tekst in dit boek zult aantreffen, hopen wij toch dat het lezen van deze uitgave bij u het verlangen zal wakker maken kennis te nemen van het werk zelf. (…)

Dan ook heeft deze uitgave - in een vorm die bij tientallen miljoenen mensen populair is,

maar meestal verkeerd wordt gebruikt - aan haar doel beantwoord: een duidelijke wegwijzer en een aantrekkelijke gids te zijn naar het land van de grote literatuur. (…)'.

Een uiterst geruststellend praatje, zij het met een discutabele inhoud, waaruit de geminachte positie van het medium strip in die tijd duidelijk naar voren komt.

Omdat het stripverhaal vooral in onderwijskringen zo verdacht was, moest men, als men met een uitgave kwam die een bewerking bevatte van wereldliteratuur, toch minstens het terrein dat zich daarmee beroepsmatig bezighoudt, het onderwijs dus, zien te paaien.

Bij dit ene praatje vooraf bleef het dan ook niet.

Achterin de eerste Classics ging men onverdroten voort zich tegen het medium strip af te zetten

in een oproep om een bibliotheek van Illustrated Classics op te bouwen:

'Maandelijks vinden de Classics in Engeland driekwart miljoen lezers en in Amerika -

waar zij de slechte beeldroman meer en meer verdringen - zelfs vijf miljoen!

Op vele scholen in Engeland en Amerika zijn Classics Illustrated de enige beeldverhalen die de leerlingen in hun bezit mogen hebben.'

Vanaf deel 11 verviel de inleiding van Day, maar de vervangende tekst loog er ook niet om:

'(…) Spanning, emotie en sensatie! Ja, maar toch zijn de beeldromans van Illustrated Classics gezonde, robuuste en frisse lectuur!

Met succes verdringen zij de slechte en onbenullige beeldroman. (…)'.

Uit deze citaten is ook de opzet van de Illustrated Classics duidelijk af te lezen, voor zover de naam al niet voor zichzelf spreekt,

Het zijn bewerkingen van Grote Meesterwerken uit de Wereldliteratuur, via een gemakkelijk medium toegankelijk gemaakt voor een jeugdig publiek.

Gerard Roord (1930-2008), uitgever van de Illustrated Classics in Nederland, herinnert zich:

"Jaren heb ik achter in elke Illustrated-Classics-aflevering gezet: 'Heb je genoten van dit verhaal? Lees dan in de bibliotheek in je woonplaats het echte boek!'. Kregen we brieven van kinderen die vertelden dat dat boek niet in de bibliotheek te leen was. Later heb ik dat zinnetje er toen maar uitgelaten."

We komen in de Classics-reeks dan ook illustere namen tegen als Shakespeare, Homerus, Alexandre Dumas, Friedrich Schiller, Émile Zola, Charles Dickens en Oscar Wilde, James Fenimore Cooper, H.G. Wells, Jules Verne, Henry Rider Haggard, maar evengoed ook Emerson Hough, Francis Parkman, Charles Hawes, Francis Bret Harte en Ann Stephans.

Deze laatste schrijvers zijn allemaal Amerikanen en de aanwezigheid van hun werken in de Illustrated Classics wordt dan ook verklaard door het feit dat de eerste 139 Nederlandse Classics-delen vertalingen zijn van de Amerikaanse reeks Classics Illustrated.

Het initiatief tot deze Amerikaanse serie werd genomen door Albert Kanter, een Russische emigrant - Deze Kanter maakte zich ernstige zorgen omdat zijn kinderen uitsluitend comics lazen en geen serieuze literatuur.

Daarom zocht hij een compromis en dat vond hij in literatuur in comic-vorm.

In 1941 verscheen dan ook bij uitgeverij Gilberton de eerste Classic Comic;

"The Three Musketeers", getekend door Malcolm Kildale.

Tijdens de Tweede Wereldoorlog verschenen de Classic Comics, die in 1947 hun naam wijzigden in Classics Illustrated omdat die naam de lading beter dekte, nogal onregelmatig wegens de heersende papierschaarste.

Na de oorlog kregen de Classics over het algemeen een maandelijkse verschijningsfrequentie.

Tot 1951 werd de omslag gesierd door een lijntekening in dezelfde stijl als de strip,

maar vanaf nummer 81 ging de uitgeverij over op geschilderde covers die meestal nauwelijks meer enige overeenkomst vertoonden met het gebodene binnenin.

Ook alle afleveringen vóór 81 werden bij herdrukken van omslagen in de nieuwe stijl voorzien,

althans die afleveringen die een herdruk waard geacht werden:

elf oudere nummers werden bij gebrek aan succes niet geprolongeerd.

Vijf daarvan hebben echter wel een Nederlandse druk gekend (de nummers 53, 94, 104, 108 en 109).

Halverwege de vijftiger jaren begonnen de Classics Illustrated geleidelijk minder goed te lopen

en een aantal delen was ook niet meer uit een constante voorraad leverbaar.

In diezelfde periode begon uitgever Gilberton zijn terrein te verbreden.

In 1953 verscheen de eerste Classics Illustrated Junior (Sprookjes in beeld),

in 1956 de eerste Classics Special Issues (Speciale Editie) en in 1958 de eerste World Around Us (Wereld in Beeld).

Ondanks deze marktverbreding raakte Gilberton in financiële problemen, met als gevolg dat de Classics Illustrated in 1962 werden stopgezet met als laatste aflevering 167: Faust.

Toch bleven gedurende de zestiger jaren nog steeds ongeveer 140 titels in herdruk leverbaar

en die situatie veranderde niet toen Gilberton de Classics verkocht aan uitgeverij Twin Circle,

die doorging met het herdrukken van meer dan honderd titels en zelfs in 1969 twee nieuwe delen liet verschijnen, 168: In Freedom's Cause en 169: Negro Americans.

Misschien lagen die verhalen al jaren op de plank, want In Freedom's Cause was in 1962 al aangekondigd geweest in nummer 167.

In 1972 werd het herdrukken stopgezet omdat de verkoop steeds verder terugliep,

waarna de bestaande voorraad geleidelijk werd uitverkocht.

En dat betekende het definitieve einde van de Amerikaanse Classics Illustrated.

In Nederland en de Scandinavische landen hebben de Classics hun Amerikaanse voorbeeld nog enkele jaren overleefd.

Deze landen hebben de langste series gekend:

in Nederland 214 delen, dus aanzienlijk meer dan de 169 Amerikaanse.

Toen de Nederlandse Classics-serie van start ging, waren er in de Verenigde Staten al ruim 130 afleveringen verschenen, en dat betekende dat men voor de Nederlandse reeks een ruime keuzemogelijkheid had.

Veel lijn valt er echter niet te ontdekken in de volgorde waarin men die keuze bepaalde.

Om met Alice in Wonderland te beginnen lag niet zo heel erg voor de hand.

Misschien is de keuze van Alice te wijten geweest aan persoonlijke voorkeur van een redacteur of redactrice, of was het boek in de jaren vijftig in Nederland razend populair.

Als tweede koos men voor Jules Verne, en dat valt alleszins te billijken, zeker als men zich richt op een jeugdig publiek.

Maar dan komt Ann Stephans op de proppen, een Amerikaanse pulpschrijfster uit de 19e eeuw die aan de lopende band wildwestwerkjes afscheidde.

Ook de afleveringen 12, 15 en 27 zijn van haar hand.

Over Meesterwerken der Literatuur gesproken... Maar men zal waarschijnlijk wel gedacht hebben dat wildwestverhalen er bij een jeugdig publiek ingaan als Gods woord in een ouderling.

Na dit trio komt dan Shakespeare aan bod, gevolgd door Wells, Schiller en Homerus, afgewisseld door mindere goden als de mij onbekende John Bakeless (alweer een wildwestverhaal) en Frank Buck,

een dierenvanger die zijn belevenissen autobiografisch van zich af heeft geschreven

en in de Classics nog twee keer opduikt.

Daarna wordt de keus wat duidelijker en komen er echt grote literatoren aan bod,

hoewel er verhoudingsgewijs nogal veel Amerikaanse schrijvers van wat lager allooi tussendoor zwerven.

Maar voor een Amerikaanse serie is dat nauwelijks onbegrijpelijk te noemen.

De volgorde waarin de Nederlandse Classics verschenen staat aanvankelijk in geen enkel logisch verband met de volgorde waarin ze in de Verenigde Staten zijn verschenen.

Te hooi en te gras plukte men er wat titels uit, waarbij men de vroegste periode meed,

tot de delen 17: Moby Dick (VS 5) en 19: Huckleberry Finn (VS 19).

Dat zal geen toeval zijn, omdat beide delen kort voor hun Nederlandse verschijning in Amerika hertekend zijn.

Eigenaardig is dan weer wel dat men het tussenliggende deel 18: Prins en bedelknaap,

dat in de Verenigde Staten in 1946 als nummer 29 is verschenen, in de oude tekenversie heeft gepubliceerd.

Hertekende versies van de oudste delen zien we daarna in de Nederlandse reeks regelmatig terugkeren, zoals van In Londen en Parijs (VS 6), Robinson Crusoë (VS 20), Ivanhoe (VS 2),

De graaf van Monte Cristo (VS 3) en Robin Hood (VS 7), zodat de veronderstelling gerechtvaardigd is dat deze delen met het oog op de Europese verspreiding hertekend zijn.

Erg veel lijn valt er verder niet te ontdekken in de keuze uit de Amerikaanse voorraad,

behalve dan dat men geleidelijk wel de in de Verenigde Staten nieuw verschenen delen op enige afstand begint te volgen, terwijl men tussendoor willekeurige grepen doet uit het oudere werk.

Vanaf de Nederlandse aflevering 93 valt daarin een duidelijker patroon te herkennen: dan bestaat elk derde of vierde deel uit een in de Verenigde Staten recent verschenen aflevering,

waarbij men meestal ook de zelfde volgorde aanhoudt.

Aflevering 140 is het eerste deel in de Nederlandse reeks dat niet uit Amerika afkomstig is,

maar uit Engeland.

Die Engelse afleveringen worden gevolgd tot en met deel 150, met nog twee Amerikaanse afleveringen er tussendoor, maar daarna raken we het spoor grotendeels bijster.

De delen 151 en 153 komen nog uit de Verenigde Staten, en 155, 157, 158 en 159 vermoedelijk uit Engeland, maar de oorsprong van alle latere afleveringen is in nevelen gehuld, net als de identiteit van de tekenaars ervan en in vele gevallen ook die van de oorspronkelijke auteurs op wier werk deze Classics zijn gebaseerd.

Want informatie daarover wordt in het geheel niet meer verstrekt. In het eerste gedeelte van de serie werd de auteursnaam bijna altijd keurig op de cover vermeld en werd achterin een biografietje van de schrijver gepubliceerd.

Vanaf nummer 156 gebeurt dat niet meer, op een enkele uitzondering na.

Ook de oproepen die vroeger bijna altijd aan het eind van het verhaal verschenen om nu onmiddellijk het originele werk ter hand te nemen, zijn verdwenen.

In het begin was die oproep nog in een vastliggende formulering gevat, maar vanaf nummer 114 werd er regelmatig meer werk van gemaakt.

De oproep werd toegespitst op het onderhavige literaire meesterwerk, waarvan de originele titel werd vermeld, alsmede datum en uitgeverij van de meest recente Nederlandse vertaling; en als er geen Nederlandse vertaling bestond werd ook dat, met nauw verholen spijt, meegedeeld.

Maar ook die service stopte in aflevering 155 en daarna werd de lezer geheel aan zijn lot overgelaten.

Daarmee verdween het oorspronkelijke doel, de educatieve opzet, uit de Illustrated Classics, die zich vanaf die tijd ook nauwelijks meer onderscheidden van andere uitgaven van Classics Nederland BV. De tekeningen zien er steeds ongemotiveerder uit en de verhaalkeuze wordt dubieus.

Toch komt er, vlak voor het definitieve afsterven van de serie, nog een laatste oprisping in de goede richting: op de laatste delen worden er plotseling weer wel de naam van de auteur vermeld, en daar zitten ineens weer grootheden als Gogol en Homerus tussen.

Dat laatste moment van inkeer heeft echter niet meer mogen baten.

Begin 1976 verscheen 214: Erik Vuuroog, een bewerking van een boek van H. Rider Haggard, en daarmee werd de reeks, Illustrated Classics, die ooit de Nederlandse jeugd tot het betere boek had willen bekeren met gebruikmaking van de vorm van een geminacht medium, definitief ten grave gedragen.

Een juiste beslissing, want de laatste, pakweg, vijftig delen stelden inhoudelijk bijzonder weinig meer voor en konden niet in de schaduw staan van hun collega's uit Classics' glorietijd.

Het was overduidelijk dat de serie zichzelf had overleefd.

Al voordat in 1956 de officiële reeks Illustrated Classics van start ging, waren er enkele verhalen uit de Amerikaanse serie in Nederland verschenen.

Zo heeft het tijdschrift Doe Mee in 1948 en 1949 in afleveringen Oliver Twist (in de oorspronkelijke versie van Classics Illustrated 23) gepubliceerd, terwijl Don Quichotte (dezelfde versie als in Illustrated Classics 112) en Tom Sawyer (in de oorspronkelijke versie van Rubano) moesten worden afgebroken wegens de opheffing van Doe Mee.

Omstreeks 1951 heeft uitgeverij De Spaarnestad het verhaal De laatste der Mohikanen in boekvorm uitgegeven, in de oude versie uit 1942 van Ray Ramsay.

Het bijzondere van deze uitgave is de omslagtekening van Frans Piët

Tot tweemaal toe, in 1957 en 1958, hebben de Illustrated Classics geprobeerd vaste voet in de scholen te krijgen.

Daartoe werden de delen 18 en 19 gratis op scholen verspreid met een nieuwe tekst op de achterkant geplakt, die zich ter verdediging van de culturele waarde van de Classics sterk afzette tegen de 'waardeloze beeldromans'

HRN = Hoogste Rug (Reorder) Nummer, het hoogste nummer dat op de achterkant van de boekjes vermeld wordt van deeltjes die nog verkrijgbaar zijn of al zijn verschenen. Deze aanduiding wordt alleen bij de herdrukken vermeld.


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